Manuel Sarrazin

Mitglied des Deutschen Bundestags

Pressemitteilung: Vattenfall-Prinzip "Täuschen, tricksen vertuschen"

07.03.2012

Der Fund verrosteter Atommüllfässer in Brunsbüttel bestätigt alle Befürchtungen der Grünen über das Risikopotenzial der Kernenergie und die Zuverlässigkeit der Betreiber, die es nicht für notwendig halten die Öffentlichkeit rechtzeitig zu informieren. Im Vorfeld des Jahrestags von Fukushima hat das einen bitteren Beigeschmack. Die Grünen Hamburgs und Norddeutschlands haben allen Grund am 11 März gemeinsam mit einem großen Bündnis der Atomkraftgegner am AKW-Brokdorf zu demonstrieren, um deutlich zu machen, dass Fukushima jederzeit hierzulande passieren kann. Noch sind neun AKW am Netz, das in Brokdorf am längsten.

Manuel Sarrazin (MdB), GAL-Vize-Landesvorsitzender: "Seit langem haben wir unsere Bedenken gegenüber der Sicherheitskultur von Vattenfall in den Atomanlagen des Konzerns geäußert. Der aktuelle Fall der aufgetauchten rostigen Fässer bestätigt unsere Bedenken. Dass es wiederum wochenlang versäumt wurde die Öffentlichkeit angemessen über den Vorfall zu informieren, bestätigt die katastrophale Kommunikationsarbeit von Vattenfall der letzten Jahre. Es ist deswegen richtig, die schleswig-holsteinische Atomaufsicht aufzufordern, Vattenfall die Verantwortung für das abgeschaltete AKW Brunsbüttel zu entziehen. Gleichzeitig sollte sich der Hamburger SPD-Senat fragen, mit was für einem Unternehmen er gleichzeitig einen Milliardendeal über die Nutzung der Hamburger Energienetze abschließt."