Auf Harburgs kolonialen Spuren: Rundgang um den Binnenhafen mit Manuel Sarrazin MdB und Gordon Uhlmann, Historiker
0. Juli 2009
15-17 Uhr
Treffpunkt: Alte Kulturwerkstatt, Harburger Schlossstr. 23, über S-Bahn
Harburg Rathaus, 10 Min zu Fuß Richtung Schlossinsel
Auf unserem Rundgang rund um den Binnenhafen wollen wir Harburgs
koloniale Spuren kritisch erkunden: von den kolonialpolitischen
Prägungen der Industrie- und Stadtentwicklung, der Bedeutung von
Rohstoffen wie Palmöl und Kautschuk über die Einflüsse der
globalisierten Wirtschaft heute bis hin zum lebhaften Diskussionsprozess
um das Projekt eines Park Postkolonial und das konkretisierte Konzept
"Citadellenaussicht Harburg – Elbe – Überseh".
Welchen Einfluss hat das koloniale Erbe auf Wirtschaftsbeziehungen und
den Aufstieg der Handelsmetropole Hamburg? Wie prägten die kolonialen
Wirtschaftsbeziehungen Industriekultur und Stadtentwicklung in Harburg?
Welche Verantwortung für fairen Handel und faire Produktion in der
globalisierten Wirtschaft haben wir heute? Wie stellt sich Harburg einer
zeitgemäßen postkolonialen Gedenkkultur im öffentlichen Raum? Wie kann
sich Harburg dabei erinnernd wie zukunftsweisend als Ort im
Weltzusammenhang wertschätzend präsentieren?
Die Teilnahme ist kostenlos!
Anmeldung unter E-Mail manuel [dot] sarrazin [at] wk [dot] bundestag [dot] de und Tel. 30385896. Heute Morgen haben Konstantin v. Notz, Spitzenkandidat der schleswig-holsteinischen Grünen zur Bundestagswahl und der grüne Bundestagsabgeordnete Manuel Sarrazin aus Hamburg, bei der Staatsanwaltschaft in Lübeck Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des
Atomkraftwerks Krümmel gestellt. Hierzu erklärt Konstantin v. Notz:
"Die Störfälle der letzten Tage und die Parallelität der Geschehnisse
zum Transformatorbrand vor zwei Jahren haben die Menschen stark beunruhigt und das Vertrauen in Vattenfall, so es denn je vorhanden war, zerstört. Es scheint als spiele der Konzern in Hoffnung auf enorme Gewinne mit der Sicherheit von Menschen und Umwelt Russisch Roulette. Dass sich nun, nach zwei Jahren angeblicher Wartungs- und Überholungsarbeiten ein fast identischer Störfall an einem Transformator ereignet, begründet den Verdacht, einer groben Verletzung von verwaltungsrechtlichen Vorschriften. Auch der Umstand, dass die Störfälle am 1. und 4. Juli jeweils durch unbeteiligte Dritte bekannt wurden, erschüttert das Vertrauen in die erforderliche Sorgfältigkeit des Betreibers. Wir erhoffen uns eine lückenlose Aufklärung der Verdachtsmomente gegen die Verantwortlichen."
Manuel Sarrazin erläutert weiter:
"Vattenfall hat nunmehr alles Vertrauen verspielt. Das Krümmel-Risiko ist für die Metropolregion Hamburg untragbar geworden. Aufgrund der Nähe des Reaktors zu Hamburg ist es wichtig, dass dieser Pannenreaktor endlich vom Netz geht und die Fragen hinsichtlich der Einhaltung der erforderlichen Sorgfalt beim Betreiber geklärt werden."
Bei Interesse senden wir Ihnen gerne den Wortlaut der Anzeige zu.
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